Die rasante Entwicklung und Verbreitung künstlicher Intelligenz könnte erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben. Laut Rebecca Hinds, Leiterin des Asana Work Innovation Lab, bestehen 53 % der wissensbasierten Arbeit aus „unnötiger Verwaltung“, etwa aus der Organisation von Meetings, Besprechungen und der Koordination von Arbeitsabläufen – Tätigkeiten, die mithilfe von KI weitgehend automatisiert werden können.

Kelly Daniel, Direktor bei Lazarus AI, ist der Ansicht, dass KI immer leistungsfähiger sowie schneller und kostengünstiger anpassbar wird. Dadurch können Beschäftigte mehr Aufgaben in kürzerer Zeit erledigen. Gleichzeitig betonen Experten, dass es letztlich von den Entscheidungen der Unternehmen abhängt, ob KI tatsächlich zur Verbreitung der Vier-Tage-Woche beiträgt.

Unterschiedliche Auswirkungen

Derzeit nutzt nicht jeder KI-Tools effektiv, was es Unternehmen erschwert zu messen, ob die Produktivität tatsächlich steigt. Laut Hinds berichten 89 % der Mitarbeitenden, die KI täglich einsetzen, von einer gesteigerten Effizienz, während diejenigen, die sie nur wöchentlich oder monatlich nutzen, deutlich geringere Effekte feststellen.

Damit ein Unternehmen auf eine Vier-Tage-Woche umstellen kann, müsste KI allen Mitarbeitenden Vorteile bringen, und die Teams müssten die Technologie effektiv einsetzen. Da viele Unternehmen derzeit mit ihren bestehenden Arbeitszeitmodellen zufrieden sind, ist ein Wandel noch nicht unausweichlich.

Unterschiedliche Umsetzung je nach Unternehmen

Wenn Unternehmen KI flächendeckend einführen und diese tatsächlich die Produktivität steigert, könnte die Vier-Tage-Woche in unterschiedlichen Formen Realität werden. Einige Unternehmen könnten beispielsweise sagen: „Wenn du die für fünf Tage vorgesehene Arbeit in vier Tagen erledigst, kannst du früher gehen.“ Andere hingegen könnten erwarten, dass die gewonnene Zeit für noch wertschöpfendere Aufgaben genutzt wird – die Länge der Arbeitswoche würde sich dann nicht ändern.

Manche Unternehmen würden KI nutzen, um unnötige Arbeit zu reduzieren, während andere versuchen könnten, Kosten durch Personalabbau zu senken, sodass die verbleibenden Mitarbeitenden die frei werdenden Aufgaben übernehmen. Laut Mark Riedl, Professor am Georgia Institute of Technology, werden zwar nur wenige Tätigkeiten vollständig automatisierbar sein, doch viele Unternehmen könnten erkennen, dass sie dieselbe Arbeit mit weniger Beschäftigten erledigen können.

Letztlich wird die Wirkung künstlicher Intelligenz von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausfallen – abhängig davon, welche Ziele und welche Geschäftsstrategie verfolgt werden, berichtet CNBC über die Studie.

Quelle: Autopro.hu